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Spiele schauen

Ich kann euch nur empfehlen: Geht zum Fernsehen. Besser noch, geht zum Spiele-Fernsehen. Flüge nach Paris, Tokyo und Los Angeles stehen jährlich an und sobald die dortigen Messe-Veranstalter euch in der Nähe einer Kamera aufspüren, geht das Hofieren richtig los. Inklusive VIP-Party mit Mizuguchi, Ueda und Konsorten.

Nun führt ein Videospiele-Moderator ein ausschweifendes Leben, scheinbar ohne Moral und Tugend. Das belegen Chaplin&Ruby in ihrem Buch “Smartbomb”, die folgende nette Anekdote zum Besten geben: Zur Zeit der Game Developer´s Conference 2005 findet - wie zu jeder GDC - eine ordentliche Privat-Sause in einem vornehmen Raum eines teuren Hotels (meistens das Fairmont) statt. Auch 2005 war die Hütte voll, beispielsweise mit Leuten von epic, Microsofts Xbox-Abteilung oder Naughty Dog. Nun muss man dazu sagen, dass 2004 auf eben solch einer Party ein L.A. Times Reporter einen Bericht ablieferte, der Lorne Lanning (”Oddworld”) und Ed Fries (”Xbox”) in den Zusammenhang mit Marijuana-Konsum brachte. Vornehm ausgedrückt. Das heißt, die Presse ist auf diesen Feiern nicht gerne gesehen. Dennoch war 2005 ein Moderator einer Spiele-Sendung im US-Kabelfernsehen unter den Gästen. Der Gute hatte es auf den Pokertisch abgesehen, wo u.a. Jason Rubin von Naughty Dog zockte. Leider war der Fernsehmann nicht mehr nüchtern, wankte um den Spieltisch und machte die Zocker fuchsteufelswild. Muss ein nettes Bild gewesen sein.

Im selben Raum schimpfte Spielejournalist J.F. William, die Entwickler sollten dem L.A. Times Bericht dankbar sein. “They need more Rock´n Roll attitude”, findet William. “These people should say ´Fuck you! Here we are, we rule, and FUCK YOU!`”

reporter2364568Ein ausschweifends Leben eben. Alkohol, Drogen, lausige Interviewpartner, mieses Gehalt. Ist das der wahre Sinn des Lebens? Wird sich auch Dominik Diamond gedacht haben, seines Zeichens Games-Moderator bei Gamer.TV. Diamond war nicht mehr allzu glücklich mit der Art und Weise seiner Lebensführung und pilgerte auf die Philippinen, um dort einem religiösen Ritual nachzugehen, das Nähe zu Jesus Christus schaffen soll. Seine spirituelle Identität wollte er finden und schleppte dafür ein Jesus-Kreuz. Später sollte er sogar selbst gekreuzigt werden, was ihm dann aber doch zu viel war. “Ich muss endlich etwas tun, das keine billigen Witze beinhaltet!”, gibt er den Grund für seine Reise an. Er würde an Schlaflosigkeit” leiden und habe daher sein Glück in Gott versucht. Vielleicht sollte ich doch nicht empfehlen, zum Spiele-Fernsehen zu gehen.

Roger Bennett war krank, deswegen kommen wir mit folgendem Text fast schon zu spät. Oder gibt es die Killerspiel-Schlacht in unserem Lande noch? In Großbritannien jedenfalls gab es ähnlichen Aufruhr, als der sogenannte “Manhunt-Fall” die öffentlichen und privaten Gemüter erregte. Zwei befreundete Teenager spielen Manhunt, anschließend tötet der eine den anderen auf eine Art, die an eine Gameplay-Möglichkeit aus Manhunt erinnern könnte. Die Polizei dementierte jede Verbindung zum Videospiel, die Presse schlachtete die Story dennoch aus.

elspaHier kommt Roger Bennett ins Spiel, als General Director der ELSPA (Entertainment & Leisure Software Publishers Association). In einer Email an GamesAreWork schreibt er: “Im Nachhinein betrachtet und so komisch es klingen mag, hat der Manhunt-Fall der britischen Spieleindustrie einen Gefallen getan, denn endlich hatten wir die Möglichkeit, die Öffentlichkeit via der Medien über die Spiele(industrie) und deren strikte Regeln im Bezug auf Alterseinstufungen zu informieren. Seit dieser Zeit verbuchen wir einen Rückgang an negativer und falsch informierter Berichterstattung in den Medien über Spiele und unsere Industrie. Das heisst nicht, dass diese Art der Berichterstattung ganz vorbei ist (…), aber zumindest sind wir als Verband in einer stärkeren Rolle wenn es darum geht, unsere Branche zu verteidigen.

Bennett bezieht sich hier in erster Linie auf die Medien. Mit Grund, denn während der wichtigste Gegner der “Killerspiele” in Deutschland die Politik ist, zeigt sich Bennett regelrecht begeistert von der rationalen und kooperativen Einstellung der britischen Politiker zu der Spielebranche. Seit die ELSPA 1990 gegründet wurde, hätte man die Beziehungen zur Politik Stück für Stück und auf effiziente Art ausbauen und so für einen stetigen und wichtigen Informationsfluss und -austausch sorgen können. Die Politik hätte begriffen, so Bennett, dass eine unabhängige Organisation in Großbritannien Spiele, die nicht für Jugendliche geeignet sind, einstuft. Diese Organisation sei die gleiche, die auch Kinofilme und DVDs einstufe. Da diese “Erwachsenen-Spiele” nur 3% der Spiele in Großbritannien ausmachen, werden alle anderen dort verfügbaren Titel von zentraler EU-Stelle eingestuft, vom Pan-European Information System (PEGI).

Und jetzt käme Deutschland ins Spiel: “Obwohl die EU die PEGI mit ihren freiwilligen Alterseinstufungen als glänzendes Beispiel dafür hernimmt, wie sich eine Industrie innerhalb der EU selbst regulieren kann, möchte Deutschland in dieser Sache noch mehr regulieren als es bereits Großbritannien tut - was eine Schande ist. Es verursacht Chaos in Österreich und der Schweiz, wo sowohl deutsche als auch PEGI Alterseinstufungen auf den Spielepackungen zu sehen sind. In der EU glaubt man, dass klare Alterseinstufungen dazu beitragen, dass sich Eltern auch klar darüber informieren können, was ihre Kinder spielen. Es sollte nicht die Aufgabe des Staates sein, festzulegen, was die Leute legal anschauen oder spielen können. Dies verschiebt das verantwortungsvolle Aufsehen von den Eltern hin zum Staat. Und es verhindert die freie Verbreitung von Waren innerhalb der EU. Die Poltiker hier in Großbritannien sind mit unserer Vorgehensweise zufrieden, auch weil sie ständig von uns darüber informiert werden und die Zusammenarbeit funktioniert.” Aus dieser Kooperation heraus kam dann auch die Rückendeckung im Manhunt-Fall, bei dem informierte Politiker keinen Anlass darin sahen, sich gegen die Spielebranche zu stellen und sogar Rückendeckung gaben. Lediglich einige wenige Abgeordnete nutzten den Aufruhr, um sich zu profilieren.

Die ELSPA hat also eine rund 16jährige Tradition. Das macht nicht Mut für Deutschland, wo mit G.A.M.E. und BIU zwei relativ junge Verbände agieren und deren politisches Handeln selbst von Branchenvertretern als nicht wirkungsvoll erachtet wird. Vielleicht sollte man einfach mal einen internationalen Kongress der Videospiel-Verbände veranstalten?

Mehr Abstand, mehr GDC

Um es vorweg zu nehmen: Die Game Developers Conference 06 wird selbst von beteiligten Entwicklern nicht als richtungsweisend empfunden. Dafür ging von den großen Konsolenherstellern zu wenig an Konzepten und Visionen aus. Über Sony sagt Michael Haar von 49Games: “ Die PS3-Demos auf der Expo waren unnötig bis peinlich und haben nichts weiter gesagt als dass die PS3 noch nicht fertig ist.

ggdc3484845845Bei Microsoft sei laut Haar der eigentliche Star das Entwicklungssystem XNA gewesen. Haar bescheinigte dem System eine “interessante Entwicklung, viele Entwickler haben sowas in der Art schon selbstentwickelt im Einsatz aber eben nicht so schön ausgearbeitet wie MS das wieder mal macht.” Allerdings sei es noch nicht fertig und zweifelhaft, ob es auch von Entwicklern genutzt wird, die für die PS3 entwickeln.

Überragend sei der Nintendo DS Lite gewesen, der sich am Ende bei den Entwicklern einer solch großen Beliebtheit erfreute, dass kurzerhand die meisten Lite-Bestände in San Jose von GDC-Teilnehmern aufgekauft wurden, um darauf die von Nintendo verschenkten Brain Age-Spiele ausprobieren zu können.

Spannendes für den Endverbraucher gab es erwartungsgemäß wenig. Allerdings verwieß Haar noch energisch auf amBX, eine Art “Umgebungsbeleuchtung - und animierung für Videospiele”, durch das man u.a. die Geschwindigkeit eines Rennspiels deutlich intensiver erleben könne als auf herkömmliche Weiße. (Bild: chelzerman)

GDC 2006

Wenige Updates zur Zeit, dafür umso mehr um die Ohren. Pardon. Dennoch lief die Game Developers Conference auch 2006 wieder ab und siehe da, alle waren sie präsent: Peter Moore, Will Wright, Phil Harrison, ja sogar die hiesige Gamestar schickte einige Leute nach San Jose.

Von Peter Moore war nicht allzu viel Berauschendes zu hören. Er witzelte, dass man das Xbox-Geschäft in Japan als Hobby weiterführen werde. Aber in Wahrheit sei Tokyo natürlich das weltweite Herz des Videospielens und Firmen wie SquareEnix möchten es gerne sehen, dass sich ihre Spiele auch verkaufen. Deswegen will man sich um mehr und mehr exklusive Titel kümmern. Nicht von Moore, dennoch für die Xbox 360: Nighty-Nine Nights von Tetsuya Mizuguchi (”REZ”). Eben jener hielt mit einem seiner Kollegen eine Präsentation zum Spiel ab und für mich wird immer klarer, was bereits auf der Tokyo Game Show 05 sich andeutete: N3 wird bei Grafik, Inszenierung und Ausstrahlung punkten müssen, denn recht viel mehr als Hacke-und-Zaubere ist vom Gameplay nicht zu sehen. Folgerichtig war die N3-Präsentation zum Thema “NextGen Charakter Design” gedacht.

Auf Sony, vielmehr auf die Playstation3-Involvierten, sind die amerikanischen Journalisten und Blogger übrigens nicht allzu gut zu sprechen. Mit Peter Moore (auch wenn er mit vielen Worten nichts sagt) oder anderen MS-Leuten könne man problemlos reden, Fragen stellen und einfach kommunizieren. Aber Sony. Geheimnisse, unbeantwortete Emails und abgeschmetterte Interview-Anfragen.

Nichtsdestotrotz sprach Phil Harrison - sehr viel allerdings nur über die PSP. Ein Playstation-Emulator für den Handheld… es war so offensichtlich und dennoch brachte es Schlagzeilen. Xbox Live (Arcade) wird ebenfalls kopiert. Für eine längere Zusammenfassung reicht die Zeit im Moment nicht aus, mehr ist noch am Kommen.

Designregel: Mach süchtig!

fgdfg67657Auf dem österreichischen Filmfestival Diagonale wird es die Dokumentation “One Line Life” zu sehen geben (22. und 26. März, Graz), die sich mit der Sucht nach Computerspielen befasst. Der Film berichtet etwas oberflächlich aus dem Leben verschiedener MMORPG-Spieler, von LAN-Parties und besorgten Familienmitgliedern. Nichts Neues eigentlich, Regisseur Paul Meschuh richtet sich daher explizit an “Nicht-Insider”. Allerdings fällt ein Kommentar eines anonymen Gamedesigners auf, der laut eigener Aussage an rund vier kommerziell sehr erfolgreichen Spielen mitgewirkt hat. Er gibt zu, dass vor allem bei großen Entwicklern die Designregel gilt: “Mach süchtig!”. Zum Beispiel werde ein Zeitlimit so gesetzt, dass der Spieler beim ersten Versuch knapp scheitert, aber registriert, dass mit etwas mehr Mühe das Ziel leicht erreicht werden kann. Ein erster Schritt für zukünftige Sammelklagen sozial ruinierter Spielsüchtiger?

Die neueste Ausgabe des Spielemagazins GEE bringt ein Interview bzw. vielmehr ein Streitgespräch zwischen Antje Blumenthal (CDU) und Medienwissenschaftler Mathias Mertens. So löblich die Berichterstattung über diese Thematik ist, so deutlich macht das Gespräch die wenig überzeugenden und altbekannten Argumente derer, die die Verdammung der Spiele verhindern möchten. Mertens, Autor u.a. von “Wir waren Space Invaders”, hat mit Blumenthal eine Politikerin gegenüber, die zwar im Familien- und Jugendausschuss des Bundestags sitzt, aber nicht am Koalitionsvertrag mitgewirkt hat, der die Bekämpfung sogenannter “Killerspiele” thematisierte. Beteiligte Politiker, so die GEE, seien zu einem Interview nicht bereit gewesen.

geeinterviewkillerspieleInsofern braucht man die Aussagen Blumenthals nicht auf die Goldwaage zu legen, sie hat offenbar herzlich wenig Ahnung von PC- und Videospielen und verweist in jedem dritten Satz auf die Worte “gewalttätig”, “Killerspiele”, “Verrohung” und “Rausch”. Auf Mertens Anmerkung, die Spielebranche würde Arbeitsplätze schaffen, begegnet die Unionspolitikerin: “Das ist immer das Hauptargument das zählen soll. Aber wenn ich auf der einen Seite sehe, wie viele Arbeitsplätze durch Computerspiele geschaffen werden, muss ich auf der anderen Seite sehen, wie viele Pädagogen ich in der Schule brauche, wenn dann solche Spiele missbräuchlich benutzt werden.

Mertens hält mit Argumenten wie “Counterstrike könne die Teamfähigkeiten der Spieler fördern”, “Im Schach geht es auch um das Eliminieren des Gegners”, “Selbst Hamlet lässt es auf ein Blutbad ankommen”, “Doom hat die Verbreitung der Internetanschlüsse gefördert” und “Sind Spiele nicht einfach der Sündebock?” dagegen. All das hört man nun schon seit Jahren und nichts davon hat gefruchtet oder die Spiele-Gegner gar beeindruckt. Im Gegenteil: Aktuell ist die politische Initiative gegen die “Killerspiele” aktiver denn je. Ebenfalls aktuell ist ein Artikel auf “Seite 3″ der Süddeutschen Zeitung, der die Internet-Sucht und mit ihr Onlinespiele wie World of Warcraft thematisiert. Eine andere Zeitung, Die Zeit nämlich, titelte vor einigen Monaten über die Spielebranche: “Raus aus der Schmuddelecke”. Vom Wahrheitsgehalt dieser Überschrift ist man allerdings noch sehr weit entfernt.

Selbst das ZDF heute journal hatte es gehört und vergangenen Montag in der Sendung verarbeitet: die Videospielindustrie scheffelt mehr Kohle als die Kollegen des Films. Diese Aussage verfolgt die Branche bereits seit Jahren und ignoriert zwei Tatsachen. Zum einen die DVD-Verkäufe und sonstigen Nebeneinnamen des Filmgeschäfts. Zweitens gaukelt dieser Vergleich eine professionelle Industrie mit mächtiger Lobby vor. Zumindest in Deutschland war das bisher zu keiner Zeit der Fall. Publisher wie EA Deutschland sammeln auf ihrer Website ein paar Studien, die Computerspiele zumindest keinen direkten Zusammenhang zu Gewalttaten attestieren.

Derweil berät die Bundesregierung strenge und weitgehende Restriktionen für “Gewaltspielehersteller” und fährt eine schier übermächtige Kampagne gegen die Spielebranche. Florian Müller (Blizzard) beklagt einen mangelhaften Einsatz der Betroffenen in Deutschland - und hat völlig recht. Der bereits vor fast einem Jahr gegründete BIU-Bundeverband Interaktive Unterhaltung, ein Zusammenschluss großer Publisher wie EA und UbiSoft hat es bis jetzt nicht einmal geschafft, eine ernst zu nehmende und mit Inhalten bestückte Internetseite zur Verfügung zu stellen. Der GAME-Bundesverband erzählt auf Anfrage gerne und einzig die Geschichte von Ministerpräsident Althaus, der einmal beim Berliner Entwickler Radon Labs zu Besuch gewesen sei.

totenkopf232Ein hochrangige BUI-Mitarbeiter mahnt weiterhin zur Ruhe, spricht von Geschwätz im Vorfeld der nächsten Landtagswahlen. Hintergrundinformationen und sachliche Argumente würden die Politiker nicht bringen. Es wird auf die Fähigkeit der Xbox 360 verwiesen, Altersbeschränkungen für minderjährige Spieler zu aktivieren oder dass der ein oder andere Media Markt bereits sehr streng Ausweise kontrolliere, wenn Ab18-Spiele von Jugendlichen gekauft werden möchten. Mehr sei von der Industrie wohl nicht machbar. Nochmal: Das sind Aussagen eines hochrangigen Verbandsvertreters. Dort, wo eigentlich intensiv gegen die Koalitionskampagne vorgegangen werden sollte, herrscht Ratlosigkeit. Da verwundert es nicht, dass bereits deutlich wahrnehmbare Unmutsbekundungen verschiedener Stellen aufkommen. In einer Mail-Liste zum Thema warf ein Publisher-Vertreter dem BIU-Kollegen “Inkompetenz” vor. Wahr ist: Schwer macht man es der Koalition nicht.

Zusammengetragene Kommentare aus diversen britischen Foren zum deutschen Kampf gegen Gewaltspiele, der laut einzelner deutscher Politiker gar auf die EU erweitert werden soll:

Not going to happen. At least not in the UK - And with about 50% of the games EU market being the UK, we are the only market that really matters as a single enitity. (PeteBrant)

Last time they tried to make a decision for the whole of Europe things didn’t pan out too well, iirc. (Polmon)

Yeah but, don’t they call mobile phones ‘Handys’? They’re clearly mad. (el Croux)

Surely they can’t do this, wouldn’t the german people like riot or something? (Geo)

I’m really curious about the Daily Mail headline for this story is going to be, on one hand they hate ‘killer’ computer games and on the other they aren’t keen on the EU. (connerfitzgerald)

violence etc has been a bit of a sore spot for Germany for a long while, which alll stems back from WWII and the violence that their government caused, they may deny it but Germany still seem to feel embarrassed about the events that took place. This is just a cause of that, it isn’t the first time Germany have banned violent videogames or films but it won’t effect the rest of Europe. (muse hunter)

It wont happen, but what hopefully will come out of this is the realisation that age ratings on games are there for a reason. (Ginger Tosser)

Not a chance (…). Money talks - the industry’s too powerful for such lack of definition. Do you think that the likes of Microsoft have invested dozens of billions of pounds into gaming to see an absolute key territory in the console wars go to waste? Where the likes of Halo, Splinter Cell, Gears of War etc. etc. can’t be sold?
Or that the likes of EA, Sony, Ubisoft et al wouldn’t fight such a proposal. They’d win out in the courts through sheer brute power? Not only that, but such a proposal is undemocratic from its original standpoint.
German censorship extremism has no right in being imposed on the rest of Europe.
(Concept)

gtastrategyDie New York Times bietet erneut einen netten Artikel über ein Element der Spiele-Branche. Diesmal geht es um Lösungsbücher und deren Verfasser. Ein paar interessante Zahlen: Der “strategy guide” zu GTA: San Andreas hat sich wahnsinnige 750.000 mal verkauft. Allgemeine Honorare der Autoren werden mit 3000 bis 12.000 Dollar (2500 bis 10.000 Euro) beziffert. Allerdings seien Lösungsbücher kein großes Geschäft und hätten beispielsweise 2004 lediglich 90 Millionen Dollar im Jahr eingespielt. Klingt zwar gar nicht so wenig, zieht man aber Lizenz- oder Distributionskosten sowie die Anteile der jeweiligen Spiele-Publisher ab, bleibt nur eine kleinere Zahl bestehen.

Nicht leichter für die beiden führenden Lösungsbuch-Hersteller Prima Games und BradyGames wird das Geschäft, wenn ab März der Ziff Davis-Verlag eine kostenlose Website mit Video-Lösungen zur Verfügung stellt. Allerdings ist das fast schon klassisch: Die körperlose Welt des Internets gegen ein physisch erlebbares Buch. Wer hier wohl den richtigen Weg findet?

Sony-Chef Howard Stringer höchstpersönlich lässt erahnen, dass sich die Playstation3 verzögern wird. Zumindest in Deutschland dürfte das den Verkaufszahlen der Xbox 360 nicht allzu sehr helfen, laut dreier populärer Spielehändler.

GameNatix-Besitzer Stefan Kimmlingen: “Natürlich würden wir als Händler es lieber sehen, wenn die PS3 noch vor Weihnachten 2006 in den Läden steht. Dies würde uns einen ganz erheblichen Umsatzzuwachs garantieren. Allerdings war schon lange abzusehen, dass es extrem knapp wird mit einem Release in diesem Jahr. Es gibt noch nicht einen wirklich spielbaren Titel, von einer funktionsfähigen Demo-Unit im finalen Design ganz zu schweigen. Dazu kommt, dass Sony unbedingt BluRay als Standard durchsetzen möchte. Dadurch wird die Konsole natürlich extrem teuer. Trotzdem warten unsere Kunden sehnsüchtig auf das Gerät. Nun liegt es an Microsoft, die Kunden zu gewinnen, denen die Markteinführung der PS3 zu lange dauert. Allerdings muss dafür das Marketing wieder hoch gefahren werden. Momentan ist ein deutlicher Nachfragerückgang bei den Xbox 360-Konsolen spürbar. Dies liegt natürlich auch in erster Linie am mangelnden Softwarenachschub. Wir rechnen aber mit durchaus guten Verkäufen im Ostergeschäft, da gerade im März und April wieder viele gute Titel in den Startlöchern stehen. Wenn Sony also nicht aufpasst, dann wildert Microsoft dieses Jahr mächtig in ihrem Revier.

Christian Böhme, Chef bei Nippondreams, sieht es ähnlich: “Leider gibt es zu viele Leute, die auf die Playstation3 warten werden und zwischenzeitlich weiter PS2 spielen. Ghost Recon: Advanced Warfighter wird ebenso wie Elder Scrolls Oblivion einiges reissen für die Xbox 360, aber ein wirkliches Maximum an Verkäufen kann die 360 nicht erreichen. Dazu sind die meisten Spieler einfach zu heiß auf die PS3.

threeps3Aus Offenbach hört man von Oskar Walter (Soundcheck Offenbach): “ Die PS2 läuft bei mir nach wie vor hervorragend und die meisten PS2-Spieler warten nach meinem Eindruck einfach bis die PS3 kommt. Meine Erfahrung zeigt, dass die meisten Xbox 360 Käufer bereits die erste Xbox gekauft haben und es sich weniger um Umsteiger handelt. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass sich das durch die Verschiebung der PS3 signifikant ändert. Die Nachfrage nach Xbox 360-Geräten ist bei Soundcheck momentan schwächer als ich erwartet hätte. Generell sollte man die (Kräfte)Verhältnisse in den USA und UK nicht auf den deutschen Markt übertragen: hier bei uns hat Sony eine stärkere Marktstellung als in den genannten Märkten.




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GamesAreWork ist ein Gemeinschaftsblog zur Spielebranche. Gameplay und Grafik interessieren uns an dieser Stelle weniger. Vielmehr berichten wir über die Beziehungen im Hintergrund, die Verantwortlichen, die Trends, die Entscheidungen, die Ausblicke.

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